Monday, August 19, 2013

Don Quijote in Altusried

Sie haben 134 Jahre Tradition: die Freilichtspiele Altusried. Das Besondere daran ist, dass hier ein kleines Dorf im Allgäu mit Laiendarstellern richtig professionelles Theater macht.
Dieses Jahr spielten Sie die Geschichte von Don Quijote. Der "Ritter von der traurigen Gestalt", der tragikomische wahnhafte Idealist, ist der bedauerns- und bewundernswerte Antiheld par excellence.
Zunächst war ich von der 1999 neu gebauten Tribüne mit ihrem riesigen, mehrfach geschwungenen Dach aus Holz und teilweise riesig dicken Baumstämmen beeindruckt. 2500 Zuschauer finden hier schattig und wetterfest überdachte Sitzplätze.
Jeder im Ort, so hat man das Gefühl, hat Spaß daran, bei dem Theater mitzuspielen. Und so mangelt es dessen Aufführungen nicht an Statisten und Massenszenen.
Wir waren bei der letzten, ausverkauften, Sonntagnachmittagsvorstellung der diesjährigen Spielsaison dabei, von insgesamt 28 Aufführungen.
Kulissen, Skript, Regie, Musik und Kostüme erfüllen professionelle Ansprüche. Ganz besonders gefiel mir Roland Wintergerst als Sancho Pansa. Schönes Theater!

Friday, August 16, 2013

Geburtstagsfeier in Nesselwang

Meinen runden Geburtstag wollte ich ein bisschen anders als sonst feiern. So kam ich auf die Idee eines rustikalen Wochenend-Events auf der Weber-Hütte im Allgäu bei Nesselwang.

Am Freitag erreichten wir die Hütte leider bei strömendem Regen, was beschwerlich war, weil Essen und Trinken für 20 Leute und zwei Tage zur Hütte hingeschafft sein wollten. Aber am Abend hörte der Regen auf und wir machten eine spannende 1½-h-Nachtwanderung mit Taschenlampen durch die Wertachschlucht.

Am Samstag war das Wetter dann perfekt zum Bergwandern. Wir fuhren mit der Alpspitzbahn zur Bergstation (nur zwei, Gregor und Simon, machten den Aufstieg so wie Barbara und ich zwei Wochen zuvor) und marschierten dann von dort als bunte Gruppe (von 2 bis 72 Jahren) weiter.

Auf dem Alpspitz oben klang Musik! Wie perfekt bestellt blies uns das Alphorn zur Alpenkulisse. Das verdankten wir einem Berggottesdienst.

Unsere Tour hieß "Gipfelglück". Als zweiten Gipfel bestiegen wir den Edelsberg. (Ja, er heißt so und nicht Eselsberg.) Über unbeweidete Bergwiesen machten wir uns an den Abstieg ins Tal.

Das letzte Stück hatten wir dann noch die Gaudi einer Sommerrodelbahnfahrt.
Nach der Bergtour gab's zurück auf der Hütte Kaffee und Kuchen.

Später Sekt. Geschenke. Und abends selbstgemachte Pizzas und Flammkuchen aus dem Holzbackofen. Jeder durfte selbst Teiglinge in Pizzaform bringen und nach Lust und Laune belegen.

Wir konnten den ganzen Abend draußen sitzen. Zu später Stunde wurde ich mit einem Auftritt von "Engelchen und Teufelchen" (meinen Schwestern) überrascht, die zur allgemeinen Belustigung mein fortgeschrittenes Alter kommentierten. Und als Ausklang des Abends ein kräftiges Liedersingen, begleitet von Gerald und mir an der Gitarre.

Nachts hatten wir dann kein Wasser mehr und mussten zur Notdurft in den Wald gehen... und zum Geschirrspülen und Haarewaschen am nächsten Morgen Wasser von der Quelle holen... aber wir sind ja nicht wegen dem Komfort hier, den wir alle zuhause haben.

Ein großes Sonntagsfrühstück bei Sonnenschein bildete den Abschluss des anstrengenden, aber schönen Wochenendes in Nesselwang.

Vielen Dank nochmals an alle für's Kommen und eure Beiträge zum Gelingen des Events! Und schickt mir bitte eure Bilder zu.

Wednesday, August 7, 2013

40 Jahre und kein bisschen...

...leise?...weise?

Ach, egal. Wahrscheinlich beides. Jedenfalls dufte ich letzten Sonntag meinen 40. Geburtstag feiern. Ja, so vergeht die Zeit. Unglaublich. Die letzten 10 Jahre gingen rum wie im Flug.
Die erste und wichtigste Gratulantin war (natürlich) meine Liebste. Und schöne Geburtstagsmuffins hat sie mir gebacken, die gute Seele! Mit ganz viel Liebe.

Vormittags haben gemütlich im Garten gefrühstückt und ich hab noch einen Kuchen für die Arbeit gebacken.

Nachmittags wurden wir beim Spaziergang im Wald bei Welden von einem wilden Unwetter überrascht -- ganze Bäume hat es um uns herum krachend umgeworfen. Wir waren sozusagen in Lebensgefahr. Ein Glück, dass wir in der robust gebauten Ludwig-Ganghofer-Hütte Schutz fanden. Und beeindruckend war's auch, das Naturspektakel mitzuerleben.

Abends waren wir dann wieder bei mildem Wetter auf dem Sommerfest von Anja und Stephan. Mit Feuerwerk für mich!